Zeit und Talent eingesetzt

Geschrieben am: 28. Mai 2019

Großes glückt der Deutschen Jugend Kraft (DJK) als lokalem Sportverein. Viele Helfer ziehen beim Sportheim-Anbau an einem Strang. Ein Ehepaar steht besonders im Mittelpunkt.

(fjo) Bürgermeister Johann Maurer überreichte sinnbildlich eine Wanduhr und das Gemeindewappen zum Schmuck des neuen Domizils. Die Maßnahme war kein einfaches Unterfangen. Für die Überlassung des Vereinsheim zum symbolischen Preis von 1 Euro musste er und die zustimmenden Gemeinderäte auch viel Kritik einstecken. In der Hoffnung, dass mit dem gelungenen Projekt die Unmutsäußerungen verstummen, ging der Blick des Gemeindeoberhaupts bei der feierlichen Einweihung am Sonntag weiter nach vorne.

Er erwähnte dabei vor allem ein Ehepaar, das viel Herzblut in die Maßnahme investierte. Erika und Edmund Holfelder aus dem benachbarten Hinterbrünst nahmen sich der Sache leidenschaftlich an. Den beiden gebühre großer Dank an diesem Tag. Weniger Vertrauen schenkten die Festorganisatoren der Wettervorhersage. Der gesamte Hof präsentierte sich überdacht, was die vielen Besuchern wiederum gerne in Anspruch nahmen.

Johannes Haider informierte einleitend über den Ablauf. "Gott zu ehren, lasst uns hören, liebe Menschen all zusamm'" stimmte der Männergesangverein "Sangeslust" aus Georgenberg unter Leitung von Thomas Haider festlich an.

Wesen und Funktion der neuen Stätte fasste Pfarrer Julius Johnrose in prägnante Sätze: "Leib und Seele gehören zusammen. Wir müssen unseren Körper trainieren. Dazu hilft uns der Sport." Persönliche Worte an den Verein verstärkten diese Aussage: "Wir sind sehr froh, dass es die DJK gibt und ihr Sportheim erneuert hat. Alle diese Menschen haben ihre Zeit und ihr Talent eingesetzt. Das ist ein großer Segen für uns alle. Für die Zukunft unserer Kinder wurde damit ein Zeichen geleistet. Gott möge allen Helfern ihren Einsatz reichlich lohnen und allen, die sich am Sportheim freuen und hier trainieren."

Alle Fäden des Projekts waren bei DJK-Vorsitzendem Anton Haider zusammengelaufen. Dem Verein sei es "schon lange ein Anliegen gewesen, für das nicht mehr zeitgerechte Sportheim eine Lösung zu finden". Im Jahre 1974 war das Gebäude schließlich als Badehäuschen errichtet worden. Als sich mit Edmund Holfelder ein "engagierter Förderer" auftat, der die gesamte Bauleitung und Planung übernahm, sei die angespannte finanzielle Situation des Vereins zur Nebensache geworden, sagte der Vorsitzende.

Nun wäre es durch den Anbau gelungen, das sportliche Angebot "hier in der Grenzlandgemeinde weiterhin attraktiv zu halten". Sogar eine umweltfreundliche Heizung sei eingebaut worden. Darüberhinaus "ist alles vorhanden, war für einen ehrenamtlichen Spielbetrieb notwendig ist". Dank an alle beteiligten Seiten standen am Schluss der Ansprache des Vorsitzenden.

Dass die DJK "schon seit Jahren von einem Um- oder Anbau geträumt habe" bestätigte Holfelder. Als er dem Verein seinen Vorschlag zu diesem Anbau unterbreitet habe, "war ich von diesem Augenblick an ruckzuck Planer und Bauleiter zugleich". Der Unternehmer gestand, nicht bloß funktionelle Eigenschaften berücksichtigt zu haben, sondern auch beim fortlaufenden Unterhalt. So sollte sich die Reinigung der Räume möglichst praktisch und einfach für die Zukunft gestalten.

Er hob den zweiten Vorsitzenden, Arnold Woppmann, heraus, der die meisten Stunden für das Projekt geleistet habe. "Die Fußball-Weltmeisterschaft hat gezeigt, dass bei Mannschaften die besten Superstars und auch die schönsten Frisuren und Tattoos nichts helfen, sondern nur der Zusammenhalt", sagte Bürgermeister Maurer. Anders sei dies "hier bei Euch, sonst wärt ihr nicht so weit gekommen".

Zum weiteren Programm zählte ein Fußballspiel der Drei- bis Neunjährigen, die Christoph Böhmler und Andreas Götz vorbereitet hatten.

 

Artikel: Josef Forster